article

Nachhaltigkeit

Unsere Verantwortung

Das Thema Nachhaltigkeit liegt uns am Herzen, nicht nur weil die Natur und die Berge unser „Spielplatz“ sind, sondern auch weil wir an die denken, die unsere Schuhe vielleicht in 90 Jahren noch tragen werden. Deshalb versuchen wir, Ressourcen zu schonen, Wege zu verkürzen und auf Materialien zu setzen, die so umweltbewusst wie möglich sind.

Was das konkret bedeutet:

Auf LANGLEBIGKEIT setzen wir schon immer. Wir bauen seit mehr als 90 Jahren qualitativ sehr hochwertiges Schuhwerk mit einer langen Haltbarkeit. Und diese lange Lebensdauer kann sogar verlängert werden: Sämtliche Schuhmodelle sind dank gezwickter Machart wiederbesohlbar. Behalten Sie ihre Schuhe länger, das spart Ressourcen, schont die Umwelt und den Geldbeutel.

MATERIALIEN wählen wir nach bestem Wissen und Gewissen und setzen – soweit möglich – auf lokal produzierte und umweltverträgliche Produkte. Wir fertigen rund 20 Modelle aus dem zertifiziert CO2-neutral hergestellten Terracare Zero Leder, das wir als erster Hersteller von Berg- und Trekkingschuhen einsetzten. Dieses Leder beziehen wir von der Gerberei Heinen, die Terracare Zero nach strengsten umwelttechnischen und sozialen Standards im nordrhein-westfälischen Wegberg herstellt. Informationen dazu finden Sie unter www.terra-care.de.

Wir fertigen drei unserer Modelle mit Bio-Leder als Obermaterial: Das heißt, die Rinder werden artgerecht auf zertifizierten Bio-Bauernhöfen gehalten. Damit keine Verwechslungen entstehen: Bio-Leder ist nicht zwangsweise auch Öko-Leder – es geht um die Aufzucht der Rinder.

Außerdem wollen wir unseren Kunden auch reinen Wein einschenken, was die Kleber angeht. Es gibt derzeit noch keine umweltfreundlichen, wasserlöslichen Kleber, die den Anforderungen von Berg- und Trekking-Stiefeln genügen. Wir haben zwar moderne Entlüftungsanlagen etc., um die Umwelt nicht zu verschmutzen. Aber sinnvoller wäre es ja, wenn der Kleber als solcher gar nicht schadet. Finishprodukte und Teile von Schaftklebern werden schon als Dispersionen eingesetzt.

Aber das gehört zu den Projekten, an denen wir mit unseren Partnern intensiv arbeiten.

 

Bio-Leder

Bio-Modelle von HANWAG

Wir schustern drei Modelle mit Bio-Leder als Obermaterial. Als Futter verwenden wir chromfrei gegerbtes Leder, das anti-allergen ist. Ein Fußbett aus Leder und Kork rundet das Konzept ab. Wichtig ist uns natürlich die Herkunft der Häute: Wir beziehen sämtliches Bio-Leder aus Kroatien von der Gerberei Viviani. Das über 80 Jahre alte Familienunternehmen kauft die Häute von rund 50 kroatischen Kleinbauern, die zertifizierte Bio-Landwirtschaft betreiben. Diese Zertifizierung erfolgt nach EU-Standards. Bio-Zertifizierung bedeutet bei der Rinderzucht im Wesentlichen: auf allen Bauernhöfen leben die Tiere ganzjährig auf der Weide. Sie erhalten ausschließlich Nahrungsmittel ohne chemische Zusätze, auf Kraftfutter wird komplett verzichtet.

Nachvollziehbarkeit der Nachhaltigkeit

Viel Bedeutung messen wir der Nachvollziehbarkeit bei der Herkunft der Häute bei. Die Basis für die Nachvollziehbarkeit bildet das HACCP, ein von der Welternährungs- (FAO) und der Weltgesundheitsorganisation (WHO) anerkannter Hygienestandard zum Verbraucherschutz und zur Lebensmittelsicherheit. Es entstand ursprünglich für die NASA und hatte zum Ziel, Astronauten vor unerwarteten Krankheiten zu schützen. Heute ist es ein weltweit anerkanntes Konzept, das besonders seit BSE wieder an Bedeutung gewonnen hat und auch in Kantinen und Restaurants angewandt wird. Da Rinder in der Regel der Lebensmittelproduktion dienen, wird also auch hier der Standard angewandt und gewährleistet Sicherheit und Rückverfolgbarkeit. In Bezug auf die Rinderzucht geht es darum, jedes einzelne Tier von der Geburt bis zur endgültigen Verwertung nachzuverfolgen. Das geschieht mit gelben Markierungsknöpfen im Ohr der Rinder. Zusammen mit unserem Partner Viviani greifen wir das auf und verfolgen eben auch weiter, was mit den Häuten passiert.

Hinweis: Wir wollen hier kein Green Washing betreiben. Das Leder ist ein Bio-Produkt, aber die drei neuen Schuhe sind keine echten Öko-Produkte – noch nicht! Zu viele Bestandteile und Verfahren in der Herstellung hochwertiger Bergstiefel gibt es einfach noch nicht in ‚grün’. Aber wir sind überzeugt, die Verwendung der Häute von Bio-Rindern ist ein Schritt in die richtige Richtung – in Richtung Nachhaltigkeit. Und wir arbeiten intensiv an den nächsten Schritten.