Unsere Geschichte

OVER 90 YEARS OF ALPINE EXPERIENCE

 

HANs WAGner wurde 1896 in Jetzendorf geboren. Er gründete das Unternehmen und gab ihm seinen Namen. Zuvor hatte er – wie Vater und Großvater – das Schuhmacherhandwerk erlernt. Auch seine beiden Brüder, Alfred und Lorenz Wagner, wurden Schuhmacher und wie Hans gründeten sie ihre eigenen Unternehmen: Hochland und Lowa.

1919

Hans Wagner erlernt in München die hohe Kunst des Zwienähens. Diese Machart wird heute nur noch von wenigen Schuhmachern beherrscht – aber bei HANWAG sorgfältig gepflegt.

1921

Hans Wagner macht sich selbstständig und eröffnet in Vierkirchen – wo HANWAG bis heute seinen Unternehmenssitz hat – seine erste Werkstatt. Dort stellt er Maßschuhe her und führt Reparaturen durch. Um ein Auskommen zu finden, muss er auch die Höfe im Umland besuchen und vor Ort im Tausch gegen Essen oder als Tagelöhner altes Schuhwerk reparieren.

1922

Ein Händler aus der Region hört von der Qualität des Schuhwerks und übernimmt den Vertrieb. Das Geschäft läuft so gut, dass Wagner jetzt vier Lehrlinge beschäftigt und sein erstes Haus baut.

1926

Die Nachfrage hält weiter an. Wagner baut die Werkstatt aus und stellt die ersten Näherinnen ein.

1936

Für die Olympischen Winterspiele in Garmisch-Partenkirchen fertigt Hans Wagner die ersten Skistiefel – aus Leder. Zu dieser Zeit stellt er auch seinen Neffen Josef Wagner ein. Jener erlernt das Schuhmacherhandwerk und wird später das Unternehmen übernehmen.

1945

Nach dem Krieg gewinnt „Marketing“ langsam an Bedeutung. Hans Wagner will seinem Unternehmen einen „richtigen“ Namen geben und nennt es nach einiger Überlegung ‚Hawa’.

1952

Josef Wagner muss aus namensrechtlichen Gründen – es gibt bereits einen Textilhersteller ‚Hawa’ – das Unternehmen umbenennen; der Einfachheit halber in ‚HANWAG’.

1956

HANWAG stellt erstmal auf der Sportartikelmesse in Wiesbaden aus, jene Messe, aus der später die ISPO entsteht. Josef Wagner lernt dort Klaus Obermeyer kennen, der als Auswanderer in den USA im Ski-Business arbeitet. In den folgenden Jahren ist HANWAG exklusiver Lieferant von Stiefeln für Obermeyer. Zigtausend Paare werden unter dem Markennamen „Garmisch“ nach Nordamerika exportiert.

1970

Mit dem „Haute Route“ bringt HANWAG den ersten speziellen Skitourenstiefel auf den Markt.

1980

Mit fachlicher Beratung von Sepp Gschwendtner, eine Legende der deutschen Sportkletterszene, schustert HANWAG als einer der ersten Hersteller spezielle Sportkletterschuhe. In den achtziger Jahren beginnt der große Trend „Outdoor“. Ob Wandern, Trekking, Backpacking oder Bergsteigen, ob vor der eigenen Haustür oder am Ende der Welt – es zieht die Menschen nach draußen. HANWAG konzentriert sich voll auf diesen Markt und stellt die Produktion von Skistiefeln ein.

1987

HANWAG bringt die ersten speziellen Stiefel für Gleitschirmflieger auf den Markt, erneut mit Unterstützung des umtriebigen „Gschwendtner-Sepp“. Bis heute ist HANWAG in diesem Segment weltweiter Marktführer.

1996

HANWAG stellt den ‚Alaska GTX’ vor, einen Trekking-Schuh aus Leder mit GORE-TEX® Futter. Bis heute ist dieser Schuh ein Bestseller und wird fast unverändert produziert. Anfang 2014 erhält unser Alaska das Attribut „Trekkingklassiker“ des deutschen OUTDOOR Magazins.

2004

Sepp Wagner verkauft – mangels Erben in der Familie – sein Unternehmen an die schwedische Fenix Outdoor AB (u.a. Eigentümer der Marken Fjällräven, Primus, Brunton und Tierra). Der Kaufvertrag beinhaltet eine Klausel, dass der Standort Vierkirchen sowie alle dortigen Arbeitsplätze erhalten bleiben.

2006

Fenix Outdoor baut neu in Vierkirchen: Lager, Verwaltung und Produktion. Bis heute werden sämtliche Alpinstiefel sowie handwerklich anspruchvolle Schuhe in Vierkirchen gefertigt. Heute betreibt HANWAG mit Partnern weitere exklusive Produktionsstätten in Kroatien, Ungarn und Rumänien, die dieselbe hohe Qualität liefern wie Vierkirchen.

2009

Seit 2009 stattet HANWAG alle speziellen Winterschuhe mit der innovativen und eigens entwickelten IceGrip Sohle aus. Feine gemahlene Glassplitter, die dem Sohlengummi beigemischt sind, bieten sieben Mal mehr Halt auf Eis und rutschigen Oberflächen als herkömmliche Gummimischungen.

2011

HANWAG feiert das 90. Firmenjubiläum mit dem Claim „90 Years of Alpine Experience“. Als Dank an die Kunden – „die Bergsteiger“ – spendet das Unternehmen dem DAV (Deutscher Alpenverein) eine neue Biwakschachtel, die auf dem Jubiläumsgrat (zwischen Zugspitze und Alpspitze) installiert wird.

2011

Als erster deutscher Hersteller von Trekking-Stiefeln bietet HANWAG mit Real Custom Made individuell geschusterte Mass-Schuhe an. Mit modernster Scan-Technik wird für jeden Fuß ein individueller Leisten erstellt, um den der Stiefel mass-geschustert wird. Unsere Mass-Schuhe werden ausschließlich von Experten in Deutschland geschustert und unterstreichen unsere Rolle als Passform-Spezialisten.

2012

Als erster Hersteller von Berg- und Trekkingschuhen setzt der bayerische Bergschuster Bio-Leder als Obermaterial ein. Für das Futter der drei neu eingeführten Bio-Modelle wird vegetabil gegerbtes Leder eingesetzt. Es ist  chromfrei und somit anti-allergen.

2013

Um Menschen mit Hallux Valgus schmerzfreies Wandern zu ermöglichen, bringt HANWAG 2013 das erste Modell mit dem speziell entwickelten Bunion-Leisten auf den Markt. Mittlerweile bietet HANWAG drei Hallux-Modelle an – weitere sind in Planung.

2013

HANWAG worldwide: Zusammen mit Schwester-Konzern Fjällräven eröffnet der Bayerische Bergschuster im New Yorker Stadtteil Soho einen Epic-Store – kurz darauf folgt die Eröffnung in Amsterdam.

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